KIA EV4 IM TEST: “Richtig viel Platz“ – Das spannendste Kompakt-E-Auto seiner Klasse?

Auf die Frage nach dem perfekten Auto für alle Lebenslagen gab es lange Zeit nur eine Antwort, die Kompaktklasse. Doch heute setzen die Autokunden lieber auf ein anderes Segment. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, überall, wenn man sich auf den Straßen umblickt, SUVs. Ja, und ist auch kein Wunder, denn jedes dritte verkaufte Fahrzeug in Otto ist mittlerweile ein Sports Utility Vehikel. Weltweit sind es sogar 48%. Aber wieso ist das so? Früher hatte die Kompaktklasse bzw. Fahrzeuge wie der Golf den Markt bestimmt. Aus gutem Grund bieten Sie doch alles, was man im Alltag braucht. Effizienz, Fahrspaß, genügend Platz bei überschaubaren Kosten. Es wird also Zeit für eine Renaissance der Kompaktflasse, gerne auch elektrisch. Vielleicht ist der EV4 von Kia hier der passende Kandidat. Das wollen wir auf einer Probefahrt hier in Südspanien herausfinden. Wetter, Straßen und Landschaft passen schon mal. Und der erste Eindruck ist schon mal positiv, denn ich habe hier richtig Platz im EV4, ein luftiges Raumgefühl und jede Menge Ablagen für mein ganzes Zeug. Auch die Bedienung ist kinder leicht und übersichtlich, wie z.B. dieses 12,3 große Display hier vorne, wo ich meine wichtigsten Fahrdaten sehe oder auf Wunsch bzw. Also in besseren Ausstattungsvarianten gibt’s dann auch noch ein Headup Display. Am Lenkrad gibt’s auch noch richtige Knöpfe, da muss man nicht nur so drüber wischen, sondern da kann man richtig drauf drücken. Das ist schon mal sehr gut und auch das Rekuperieren geht kinderleicht, denn ich habe hier Wippen am Lenkrad und wenn ich hier die linke Wippe drücke, kann ich zwischen drei unterschiedlichen Rekuperationsmodis wählen. Oder wenn ich die Wippe länger drücke, gehe ich in den e-padalle Modus. Da bremst das Fahrzeug dann bis zum Stillstand ab. Es gibt auch noch einen Automodus, da muss ich mich dann überhaupt nichts kümmern. Zusätzlich gibt’s einen digitalen Kopiloten, der weiß dann, wo die nächste Kurve oder der Kreisverkehr ist oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung und passt dann die Geschwindigkeit dementsprechend an. Zusätzlich gibt’s auch noch einen Drive Mode Schalter hier. Hier kann ich zwischen unterschiedlichen Modis wählen, Eco, Normal, Sport, MyDrive oder Snow. Und je nach Modus wird dann auch die Reichweite angepasst bzw. natürlich das Fahrverhalten. Überhaupt muss man sagen, dass der Kia EV4 schon in der Basisversion jede Menge elektronische Helferlein an Bord hat. In Europa und für Europa wurde speziell der Hatchback entwickelt. Dieser EV4 ist auch der erste elektrische Kia, der ausschließlich in Europa gebaut wird und im slowakischen Kia Werk in Chilina vom Band läuft. Im Gegensatz dazu wird die um 30 cm längere EV4 Limousine, auch Fastback genannt, in Südkorea produziert. Die ungewöhnliche Optik wird nicht allen gefallen, verbessert aber den Luftwiderstand. Heißt konkret ein CV-Wert von 0,22. Wenn es derzeit einen Hotspot in Sachen Trins gibt, dann ist wohl Südkorea ganz weit vorne Keypop, Filme, Serien, Mode, Kosmetik, aber auch beim Autodesign müssen sich Koreaner nicht verstecken, was man ganz gut auch haben EV4 sieht insbesondere an der Limousine, die sich aus dem Einheitsbrei der Elektroautos abhebt. Besonders stolz ist man Kia übrigens auf das Opposite United Design, also Gegensätze ziehen sich an, was man hier gut am Radlauf sieht, eigentlich rund, aber eckig eingefasst. Unsere Gtelline die beste Ausstattungslinie hat 19 Zöller. Serienmäßig sind 17 Zöller verbaut zu den Maßen 4,43 m lang, 1,86 breit, 148 hoch. Das bietet genügend Platz für einen ordentlichen Kofferraum mit 435 l sind’s offiziell. Schauen wir mal rein. Ja, das sieht do ganz gut aus. praktische Haken hier an der Seite. Hier unten gibt’s auch noch ein Fach und die Rückbank lässt sich umschmeißen zu einer ebenen Ladefläche und dann schauen wir uns gleich den Fo noch an. So, wie schaut’s mit den Platzverhältnissen aus? Oh, das nenne ich mal üppig. Das ist wie früher in der S-Klasse, glaube ich. Ja, gutes Raumangebot. Hier habe ich einen Bügel. Hier habe ich USB-Cstecker reichlich ablagen. Hier ist sogar eine Steckdose versteckt. Okay, diese Sitzposition ist mittlerweile fast üblich beim Elektroautom sagen. Etwas angewinkelt für Erwachsene, aber üppiges Platzangebot kann man nicht klagen. Wie sieht’s vorne aus? Ist das Platzangebot sehr luftig, muss man sagen. Viele, viele Ablagen hier fürs Handy, Becherhalter hier noch mal. Hier unten kann man jede Menge Sachen aufpassen. Muss aufpassen, wenn nicht zum Automessi wird hier drinnen. Und das Schöne ist auch es sind endlich mal ganz normale Kunststoffe und kein Klavierlack. Da hat man nicht 1000 Fingerzapper drauf. Übrigens die Materialien entweder nachhaltig oder recycelt. Das ist schon mal positiv. Wer es bunter mag, kann es natürlich auch noch bunter bestellen. Ansonsten Bedienung Kinder leicht. Hier 12,3 Zoll Display für die wichtigsten Fahrdaten. Hier dazwischen ein kleines Display für die Klimaanlage. Die kann ich aber auch hier drüber regeln. Das ist also easy. Und was habe ich hier? Ja, ganz normale Apps, YouTube, Entertainment, Games. Das kann ich im Paket dazu buchen. Dabei ist das Navi, die Karten für 7 Jahre und ein KI Assistent, ein Sprachaistent für ein Jahr, mit dem ich mich während der Fahrt dann unterhalten kann. Das Schöne ist auch noch, es gibt auch noch ein paar Knöpfe. Ich muss nicht im 15. Untermenü z.B. für die Spiegelverstellung suchen. Wenn man mit einem Elektroauto unterwegs ist, dann spielt ja für immer noch viele die Reichweite eine wichtige Rolle. Kia bietet da zwei Ausstattungspakete an bzw. zwei Akkupakete, entweder mit 58 kowatt oder mit 81 kowunden, dann sind entweder 440 oder 625 km laut WLTP drinnen. Übrigens ist der Kia EV4 nicht mit der 800 Volt Technik wie seine großen Brüder ausgestattet, sondern nur mit 400 Volt. Damit ist er zwar kein Weltmeister beim Laden mit 128 kW, aber der schonten und die 31 Minuten von 10 auf 80% lassen sich in den Liegesitzen gut aushalten. Zum Fahren. Ja, die Laufruhe ist durchaus toll. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der EV4 auf der Technik des EV3 passiert. Bedeutet, er hat einen 150 kW oder 204 PS Elektromotor an der Vorderachse, der die für den Frontantrieb zuständig ist. Beschleunigung in minimal 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Muss ich aber durchaus subjektiv schneller anfühlt man und Topspeed 170 kmh. Kommen wir also zu den unterschiedlichen Abstimmungsthemen bei so ein Elektroauto. Das Fahrpedal. Früher war es ja das Gaspetal, aber das fühlt sich hier erstaunlich natürlich an ohne elektronischen Gummieffekt. Auf die Lenkung sehr schön präzise und direkt hier kann man gut durch die Kurven steuern. Das Fahrwerk auch gelungen, muss man sagen. Im Normalmodus, indem man wahrscheinlich meistens unterwegs ist, werden Querfugen oder kleine Absätze locker durch die Federung ausgebügelt. Und wieder einmal ist auch der tiefe Schwerpunkt der Batterie sehr gut spürbar, denn der EV4 liegt satt auf der Straße ohne große Kurvenneung. Okay, Kurvenräuber wird deswegen noch lange nicht. Dafür ist dann das GT Modell mit Allradantrieb zuständig. Ja, aber man merkt, dass der EV4 viel Zeit in Europa verbracht hat und auch für Europa entwickelt wurde und doch einige Runden wohl auf der Nordschleife gedreht hat. Generell kann man aber sagen, dass die Auswahl an elektrischen Power Hatchbacks im Moment noch sehr übersichtlich ist. Seit 2024 gibt es den VW ID3 auch als Power Variante GTX. Der GTX Performance hat 326 PS und erreicht 200 km/h Topspeed. 40 km/h mehr als der gewöhnliche ID3. Bei 33330 € geht’s los. Das Topmodell steht für rund 49 000 € beim Händler. Der Opel Astra als Elektroauto könnte genauso gut ein Verbrenner sein, denn es fehlt der ganze Schnickschnack, der viele E-Autos zu futuristischen Straßenspielzeugen macht. 156 PS leistet sein Flüsterleiseantrieb für bis zu 418 km Reichweite. Elektrik Preis ab 37990 €. Als großer Bruder vom Renault Zoe und Twingo Electric kommt der Megan ETEC 2022 auf den Markt. Zum aktuellen Modelljahr wurden insbesondere die Technik und die Ausstattungslinien überarbeitet. Optisch bleibt sich der Megan aber treu. 218 PS und einen 60 kowatten Akku gibt’s ab 40900 €. Mit einem Einstiegspreis von 37590 € liegt der Kia EV4 genau zwischen VW ID3 und Opel Astra bzw. Renault Megan. Das große Akkupaket kostet übrigens 2300 € Aufpreis. Generell ist die Grunderstattung des EV4 schon sehr ordentlich mit vielen Komfort und Sicherheitsfeatures. Wer noch mehr will, dem legen wir das GTline Paket ans Herz für rund 50.000 €. Da sind dann nicht mehr viele Extras möglich. Der erste Eindruck des Kia EV4 hat uns durchaus überzeugt, bietet er doch eine gute Mischung aus Effizienz, Fahrspaß und Alltagstauglichkeit und auch der Komfort kommt nicht so kurz. Und das sind genau die Tugenden, die einst die Kompaktklasse so erfolgreich gemacht hat. Ein zweiter Frühling kann also getrost kommen und bringt hoffentlich einen frischen Wind bei den kompakten Elektroautos in Deutschland.

KIA EV4 IM TEST: “Richtig viel Platz“ – Das spannendste Kompakt-E-Auto seiner Klasse?

Auf die Frage nach dem perfekten Auto für alle Lebenslagen gab es lange Zeit nur eine Antwort – die Kompaktklasse. Inzwischen sind hochbeinige Zweieinhalb-Tonnen-Geräte auch in verwinkelten Innenstädten eher Regel als Ausnahme. Vollelektrische Fahrzeuge wie der EV4 könnten eine Renaissance der vernünftig dimensionierten Pkws einläuten. Überzeugt der EV4 auch SUV-Fans?

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